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UND



Autor: K.A.
Kunstwerk
Die frage nach dem werk in netzkunst sollte doch, konversation hin oder her, geklärt werden.

Hier einige stichpunkte:

Kann es Kunst ohne Werk geben? Wie sähe die aus? Weist nicht "aussehen" schon darauf hin, dass etwas da sein muss? Ist ein mögliches objekt von kunst schon ihr werk?

Kommen wir damit besser zurecht, wenn wir von produkt sprechen?

Wenn wir einen werkcharakter in netzkunst bejahen, dann im hinblick auf die frage, ob er offen oder geschlossen ist.
Das netzkunst-werk ist zwar immateriell, aber durchaus als abgeschlossenes denkbar, also finit. Siehe den netztkunstgenerator von Cornelia Sollfrank. Der kann dann auch verkauft werden.
Mir kommt es so vor, als waere das vielseitige Verwenden das Wortes ‘produzieren‘ Huldigung an den Oekonomismus.
(Schon frage ich mich auch, ob ich es generell fuer Kunst ueberhaupt noch verwenden will - natuerlich hat Max Bills Wort von Kunst "zum geistigen Gebrauch" Charme.)
Wo ich mich nicht als Befriediger anderer interpretiere, will ich das Wort mal meiden.
Ich moechte mit diesen Sätzen nur die Empfindlichkeit fuer eine Interpretationsebene anregen, die Wechselseitigkeit bedeutet: ‘Umgang‘ oder ein ‘Gespräch‘ oder eine ‘Konversation‘ sind oder bezeichnen eine andere Perspektive oder Ebene als Adresseur/Adressat, gar Produzent/Bedürfnishabender.

Soll es auf der Interpretationsebene Wechselseitigkeit keine Kunst geben können?
Das halte ich nicht fuer glaubhaft.
In diesem Sinn wird man unsere Lebens- und kuenstlerischen Erfahrungen und Gedanken verstehen:

Es gibt ‘Kunstaffairen‘.
Die an ihnen Beteiligten nennen wir vergnuegt ‘Konsorten‘, unter denen auch deklarierte Kuenstler sein koennen - wahrscheilich sind sie noetig - die koennen mit Wechselseitigkeit vielleicht besonders gut umgehen, waeren aber keine Moderatoren, sonst stuenden sie ausserhalb, (dass alle gemeinsam keine Koproduzenten sind ist schon klar, weil es um Wechselseitigkeit geht, an niemand gerichtet).
Sie koennen vielleicht besonders gut den konversationellen Ton halten, schon in dem eigenen Interesse, eben Bedeutungen zu konversieren.

In eine Kunstaffaire ist man verwickelt, als Selbstbeobachter koennte ich ausschnittweise wohl sagen, wie sie ausssieht - das Sensorium waere nicht das Problem, einen Sozialsinn gibt es.


Bloss noch zur Klaerung, wir meinen, es gibt in der Kunst Werke und Affairen.
Ob es netzadaequate Werke gibt, ist mir eher unwahrscheinlich, aber es kann sein, warum soll das Netz nicht auch anders sinnvoll interpretiert werden koennen, denn als wechselseitig.
Wechselseitigkeit finde ich jedenfalls erstmal enorm.
Und zum anderen Punkt meine ich, dass die Konsorten ihre Affaire gut oder weniger gut dramatisieren und insofern auch im richtigen Moment aufhoeren sollen.
Und noch ein Turn, fuer uns tritt Verkaufen als steuerliche Frage auf - ja, wir koennen die Interpretationsebene Wechselseitigkeit betreten, u.a. da wir Einkommen bekommen.






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