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"Werk"_Glossar3



Autor: C.P.
um beim Begriff Werk zu bleiben!

Dass Werke auf einem "Humus" reifen, gestehe ich Dir zu. Doch:
  • 1) Der Humus auf dem Rosen, gelb, rot, oder sogar weiss leuchtendschoen wachsen, ist seit langem quantitativ beschreibbar.

  • 2) Der Humus auf dem Werke wachsen kann nur qualitativ, "bildlich" umschrieben werden.

  • 3) Von einer Konversation, die Werke hervorbringen kann, habe ich folgendes "Bild"

    • a) Die Konversanten (Kon) bilden einen offenen Kreis (Krs).
    • b) Beteiligt sind drei Gruppen (Gru). Die Gruppenzugehoerigkeit ist nicht personengebunden.
      • 1) Disputanten (Dispus)
      • 2) Gaeste (Gaes)
      • 3) Parasiten (Paras).
    • c) Konversanten koennen kommen und gehen, muessen aber vom Kreis akzeptiert werden!
    • d) Die Aufgaben der Gruppen sind:
      • 1.) Disputanten halten Gaeste und Parasiten zielorientiert unter Kontrolle, und ueberarbeiten formal Anregungen.
      • 2.) Gaeste bringen neue Ideen und ueben positive Kritik.
      • 3.) Parasiten hoeren zu, sticheln, aber schlagen auch zu, wenn ein "Tor geschossen" wird!
    • e) Verpflichtungen: Zitat-Treue, Ankuendigung von Veroeffentlichungen, Detaildiskussionen mit Kreismitgliedern usw.

Konversationeller Erstellungsprozess
  • 1) Diskurse Phase zur bewussten oder unbewussten Festlegung des Zieles.
  • 2) Wenn Gedanken-Baeume in die Breite gehen, stutzen durch Disputanten, bis ein Baum entsteht, der wie eine Pappel in den Himmel strebt.
  • 3) Die Gaeste bringen Vorschlaege fuer Verzierungen.
  • 4) Die Parasiten passen auf, dass er nicht umfaellt.

Prozessphasen koennen sich mehrmals wiederholen. Zum Autor kann sich eine einzelne Person herausarbeiten oder es kann ein Stil entstehen, den mehrere uebernehmen, um ein Werk in die Kultur einzupflanzen.
Dem Konversationskreis bleibt das Glueck, mit dabeigewesen zu sein.
Der Betrachter, nun ja, entscheidet zwischen schoen und aesthetisch und ordnet Adolf Hitler als "Erfinder" der Autobahnen, die durch die Landschaft fuehren, ein.
K.A.: Mein Verlangen war, die 'neue' Conversationskunst zu erklaeren, die u.E. dem Internet inhaerent ist. Eines ihrere auffaelligen und zweifellos befremdlichen Merkmale ist, dass sie keine Werke produziert.
(Produzieren von Werken wird damit nicht angegriffen, denn es ist, um zu leben hilfreich, laenger Dauerndes zu haben.)




Versteht man Conversation als Anfang von allem, dann ist es o.k., auch das organisierte Produzieren eines Werkes bis auf sie zurueckverfolgen zu wollen (Punkt 3). Aber Anfang bleibt Anfang, sofern er der Anfang ist.

Wir halten es fuer moeglich, dass Kunst - als weitgehend ohne Erkenntnis- oder Willensinteresse - sich dem Anfang ein Bisschen naehern kann.
Wenn man sagt, eine Sache um seiner selbst willen tun, so traefe das hierbei zu. Um doch etwas Praktisches sagen zu koennen, benutzten wir die Metapher Humus.

Ich moechte in diesem Sinne nur an den Punkt 2) anlinken. (Auch Punkt 1) setzt schon ein bestimmtes Verstaendnis voraus.)




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